Keine Atempause – der Umbau geht voran!

Im Altbau ist bereits die neue Deckenverkleidung montiert, einige Beleuchtungsschienen sind angebracht. Und auch der schöne Parkettboden wurde im Laufe des Julis wieder sichtbar und wird bereits in vielen Räumen abgeschliffen. Da, wo auf dem Dachboden im letzten Monat nur Bretter lagen, wurden jetzt riesige Rohre für die Lüftungsanlage verlegt. Es wird also weiterhin von oben bis unten fleißig gewerkelt. Und mittendrin sitzt  – manchmal akustisch etwas mitgenommen und zeitweise eingestaubt –  das Museums-Team und plant die neuen Ausstellungen!

Sind bunte Kleckse Kunst? – Das Museum im Rucksack dank Rotary-Spende

Foto: Edwin Scharff Museum

Wir zaubern unsere Kunst derzeit zwar nicht aus dem Hut, aber aus dem Rucksack. Dazu schultern die Museumspädagogen einen von drei Rucksäcken und gehen auf Wanderschaft. Das Museum kann dadurch auch während der Umbauphase museumspädagogische Arbeit leisten und zumindest einen Teil seiner Bildungskooperationen mit Schulklassen und Vorschulkinder fortführen. Seit Frühjahr  haben bereits 30 Gruppen das Museum im Rucksack ausprobiert – nicht nur in Neu-Ulm, sondern auch in der Umgebung, etwa in Weißenhorn, Öpfingen oder Roggenburg.

Ermöglicht wird das „Museum im Rucksack“ durch eine Spende von 8000 Euro des Rotary Clubs Ulm-Donaubrücke. Das Museumsteam hat damit drei Rucksäcke mit den unterschiedlichsten museumspädagogischen Materialien zu drei Themen bestückt. Unter dem Motto „Sind Plastiken aus Plastik? Edwin Scharff, ein Bildhauer aus Neu-Ulm und die Bildhauerei“ nähern sich die Kinder dem Namensgeber des Museums sowie dem Phänomen Bildhauerei und dessen Materialien. Beim Stadt-Rucksack mit dem Titel „Stadt im Rucksack. Was macht die Stadt zur Stadt und wann macht Stadt Spaß?“ geht es um dreidimensionales Denken, gemeinschaftliches Handeln und kreative Ideen. Mit den Materialien aus dem Rucksack bauen die Kinder unter anderem ihre eigene Stadt.

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Auf Entdeckungstour um Neu-Ulm herum

Die Mitglieder des Freundeskreises des Edwin Scharff Museums können sich zwar zurzeit nicht im Museum treffen, doch auf gemeinsame Erlebnisse wird dennoch nicht verzichtet. So machten sich kürzlich einige Mitglieder unter der Leitung des Vorstandsmitgliedes Ulrich Usadel auf, um Neu-Ulms nähere Umgebung „kulturell“ zu entdecken. Erste Station war die sehenswerte Barock-Kirche Mariä Geburt in Witzighausen/Senden. Nach einer kurzen Pause im nahen Kreismustergarten ging es dann weiter nach Weißenhorn. Im dortigen Heimatmuseum erfuhren die Mitglieder von Museumsleiter Dr. Matthias Kunze viel Wissenswertes, sowohl über die Sammlung des Museums als auch dessen Pläne für die Zukunft. Nach einem Rundgang durch die Schlösser Weißenhorns mit Informationen zur Geschichte, Kunst und modernen Funktionalität, ging es vor der Heimfahrt noch in Marzellus‘ Garten – eine von Marzellus Hampp charaktervoll gestaltete Gartenanlage, die als Ort der Ruhe einen schönen Abschluss des sehr positiv aufgenommenen Ausfluges bildete.

Kunstwerk des Monats Juli

Thomas Putze, Sau im Seil, 2009

Thomas Putze, Sau im Seil, 2009, Fichte, Seil, Städtische Sammlungen Neu-Ulm, Foto Ralf Diemb

Das Schwein scheint sich gerade noch mal gefangen zu haben und hängt nun in den Seilen. Es hat die Beine von sich gestreckt und versucht mit seinen Klauen im Rund des Stricks Halt zu finden. Der Körper ist gespannt, die Schweinenase nach oben gereckt und das Maul vor Anstrengung geöffnet. Das massige Tier hängt im filigranen Seil und hat ihm doch wenig entgegenzusetzen – außer, es geradeso geschafft zu haben, nicht runter zu fallen.

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