Kunstwerk des Monats November

Emil Orlik – Ein deutsch-böhmischer Grafiker in Japan

Emil Orlik, Japanische Schauspielerin, 1901, Farbradierung, 7,5 x 5,1 cm, Vorsatzblatt der Mappe „Aus Japan“.

Emil Orlik – 1870 in Prag geboren – ist einer der wenigen Künstler aus dem Kreis des Wiener Jugendstils, der nach Japan reiste, um die originale Technik des Farbholzschnittes zu studieren. Doch wie entstand seine Begeisterung für Fernost und dessen künstlerischen Errungenschaften?

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Kunstwerk des Monats Oktober

Ewald Mataré, Schreitende – Torso, 1926

Ewald Mataré, Schreitende – Torso, 1926, Holz (Esche), Höhe 28,5 cm, Städtische Sammlungen Neu-Ulm, VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Anmut und Dynamik zugleich vermittelt die Figur „Schreitende“, die seit 2009 im Bestand der Städtischen Sammlungen Neu-Ulm ist. Ewald Mataré, der Vorgänger von Edwin Scharff an der Düsseldorfer Akademie und späterer Lehrer von Joseph Beuys, hat sie 1926 geschaffen. 

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Kunstwerk des Monats September

Miles Macre/ Felix Kraus, Phoenix, 2014

Miles Macre/ Felix Kraus, Phoenix, 2014, Papierprägung auf Büttenpapier, gerahmt im LED-Objektkasten, 56 x 56 cm, Städtische Sammlungen Neu-Ulm

Pilze, Wurzeln, Netzgeflechte – bereits im Januar haben wir in unserem Blog ein Kunstwerk vorgestellt, auf das diese Beschreibung zutrifft: das Pilzgewächs von Anne Carnein. Im September steht erneut die Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers im Mittelpunkt, der sich mit diesen faszinierenden Organismen auseinandersetzt. 

Die Papierarbeit von Miles Macre zeigt im Zentrum einen Pilz, aus dessen ausladendem Fruchtkörper kleine Pilze wachsen. Auch in der linken und rechten Bildhälfte finden sich pflanzenähnliche Wesen, deren Oberflächen mit ihrem zartgesponnenen Netz aus Fäden und Lamellen einer Membran ähneln. Sie bilden den Nährboden für weitere Pilze mit verschiedenartigen hutförmigen Fruchtkörpern, deren filigranes Wurzelgeflecht deutlich zu erkennen ist. 

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Kunstwerk des Monats August

Der Teufel steckt in der Kleinskulpturensammlung: 
Thomas Theodor Heine, Teufel, um 1904

Thomas Theodor Heine, Teufel, um 1904, Bronze, H 40,6 cm, Städtische Sammlungen Neu-Ulm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Im Dezember 2010 erwarb das Edwin Scharff Museum den Teufel des Künstlers Thomas Theodor Heine – eine Bronze-Plastik, die zu ihrer Entstehungszeit sehr beliebt und bekannt gewesen ist. Auch heute hat die Figur nichts von ihrem Charme eingebüßt.

Den Teufel erschafft Heine um 1904. Der Künstler präsentiert den Höllenfürsten allerdings nicht als Schreckensfigur der Unterwelt. Etwas dicklich, mit herabhängenden Bauch wirkt der Teufel – zu erkennen an den Hörnern und dem Schwanz – so gar nicht furchteinflößend. Die plastische Form der Gestalt, für die stark gedrungene, nach unten verlagerte Körperformen bezeichnend sind, modelliert Heine als plumpe und irgendwie gemütlich wirkende Figur. Auch die großen, breiten Pranken und die Plattfüße erwecken eher einen beinahe tapsigen Eindruck. Fast erscheint es so, als würde der Teufel in menschenähnlicher, lässiger Dynamik daher schlendern. Das ist gewiss ein heutiger Blick auf diese Plastik. Solch eine karikierende Darstellung als plastisches Werk war für das zeitgenössische Publikum sicherlich ungewohnt.

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Kunstwerk des Monats Juli

Thomas Putze, Sau im Seil, 2009

Thomas Putze, Sau im Seil, 2009, Fichte, Seil, Städtische Sammlungen Neu-Ulm, Foto Ralf Diemb

Das Schwein scheint sich gerade noch mal gefangen zu haben und hängt nun in den Seilen. Es hat die Beine von sich gestreckt und versucht mit seinen Klauen im Rund des Stricks Halt zu finden. Der Körper ist gespannt, die Schweinenase nach oben gereckt und das Maul vor Anstrengung geöffnet. Das massige Tier hängt im filigranen Seil und hat ihm doch wenig entgegenzusetzen – außer, es geradeso geschafft zu haben, nicht runter zu fallen.

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